Was ist das Besondere an der Honorberatung?

Wie schön wäre es, wenn man als Anlegerin einfach eine neutrale und unabhängige Beratung in Sachen Geldanlage haben könnte? Ein Traum? – Nein, heute lässt sich dieser Gedanke gut verwirklichen: mit Honorarberatung!

Die Beratung ist unabhängig von Zeit und Umfang des Investments. Damit ist es für Dich vollkommen entspannend, Du musst nichts unterzeichnen. Ganz nebenbei kann ich mich voll und ganz auf Deine Ziele und Wünsche konzentrieren. Zusätzlich gibt es kaum Beschränkungen bei der Auswahl der unterschiedlichen Investments. Für Ihre Empfehlung kann ich frei aus den Bereichen: Liquidität, Investmentfonds, ETF’s, alternative Immobillienfonds oder abgeltungssteuerfreie Depots auswählen.
Daneben spielt die Vergütung der einzelnen Bausteine keine Rolle, denn das hast
Du bereits erledigt.

Bei der Honorarberatung handelt es sich um eine Beratung zum Thema Geldanlage mit großen Unterschieden zur herkömmlichen „Beratung“:

  • Die Beratung kostet ein vorher vereinbartes Honorar
  • Es entfällt jeglicher Provisionsdruck – Die Auswahl der Investments richtet sich vollumfänglich nach Ihren Zielen und Wünschen.
  • 100% Ihrer Investition wird auch im ausgesuchten Investment angelegt – ohne versteckte Abzüge für die Beratung.

Alles der Reihe nach. Einfacher verstehbar wird es, durch die Darstellung der „herkömmlichen Beratung“. Zwei Investmentbeispiele:

1)  Geld für später – Kauf von Fonds in ein Investment Depot

Normalerweise wird der Kauf eines Investmentfonds mit Ausgabeaufschlag bezahlt. Hierbei handelt es sich um Kaufgebühren. Diese sind je nach Investmentfonds unterschiedlich hoch und liegen üblicherweise zwischen 3% und  5% der Investitionssumme. Wenn also 50.000 € in Aktienfonds angelegt werden sollen, kommen nur 47.500 € im Depot an. Die Differenz von 2.500 € erhält die Person, die Sie „kostenfrei beraten“ hat. Das ist in der Realität. Daneben gibt es Berater*Innen, die Ihren Stammkunden 50% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag geben. Teilweise gibt es auch einen „Fonds im Sonderangebot“ ohne Kaufgebühren, je nach Bank bzw. Angebot unterschiedlich.

Umgekehrt muss der ausgesuchte Aktienfonds erst 5 % verdienen, damit das eingesetzte Kapital wieder vollständig erreicht wird. Dabei wurde kein zusätzlicher Gewinn erwirtschaftet, lediglich die Gebühren refinanziert. Besonders bitter wird es, wenn Fonds ausgesucht werden, die von Haus aus nur ca. 1,5 % – 3 % pro Jahr verdienen. Hierzu zählen beispielsweise offene Immobilienfonds oder bestimmte sicherheitsorientierte Rentenfonds. Dementsprechend wird das vollständige erste Anlagejahr oft nur dafür benötigt, um die Kosten der Anschaffung zu decken. Erfüllt das in Ihren Augen die Tatsache einer „kostenfreien Beratung“?

Zwischenfazit: Eine „Beratung“ kostet immer etwas, jedoch kann man die Kosten auf den ersten Blick nicht immer erkennen.

Bereit für das nächste Beispiel?

 

2) Geld für später – Kauf von Fonds innerhalb einer üblichen Versicherung 

Folgende Annahmen werden für dieses Beispiel getroffen: Sparplan 300€ monatlich, Laufzeit noch etwa 20 Jahre bis Alter 60

Raten Sie, welche Gebühren werden Ihrem Investment als Kosten entnommen?

a) 0 €                   b) 900 €             c) 3.600 €

Richtig ist die Antwort c).

Überrascht Sie die Antwort? Der Ruf der Versicherungsbranche ist teilweise „gerechtfertigt“. Wie kann das sein, wenn doch jeden Monat „nur“ 300 € gespart werden? – Die Abschlussprovision richtet sich nach den zu erwartenden einbezahlten Beiträgen über die gesamte Laufzeit. Das bedeutet, dass 300 € monatlich, 20 Jahre lang eine Beitragssumme von 72.000€ ergeben. Davon werden üblicherweise 5 % Abschlussgebühren verlangt. Das sind 3.600€! Anders ausgedrückt: Sie zahlen 12 Monate Beiträge für die Tatsache, dass Sie sich entschieden haben (für die Zukunft vorgenommen haben) die nächsten 20 Jahre eine Versicherung zu besparen.

5.400 € „verlierst“ Du bei einer Laufzeit von 30 Jahren.

Ob diese Beiträge tatsächlich innerhalb den kommenden 20 Jahren (beziehungsweise 30 Jahren), in den Versicherungsvertrag fließen ist der Abschlussprovision „herzlich egal“. Bedingung ist, dass der Vertrag mindestens 5 Jahre besteht und zudem wie vereinbart bespart wird.

Übrigens: Schätzungsweise werden 95% aller Sparpläne in Versicherungen NICHT bis zum Ende durchgehalten. „Irgendwie kommt das Leben mit seinen Stolpersteinen dazwischen.“

Oh, und als Ergänzung, während der Laufzeit erhält der/ die Berater*In üblicherweise keine weitere Vergütung. Das bedeutet, jeder Anruf, den Sie dort tätigen produziert Aufwand ohne Vergütung. 

„Ich finde, dieses System ist eine absolute Fehlkonstruktion. Es fällt wirklich schwer sich als zufriedene, glückliche Kundin zu fühlen. Finden Sie nicht auch?“

Ist die Honorarberatung die Lösung?

Eindeutig ja! – mit Aufklärungsarbeit! Bei bei der Honorarberatung wird vollständig auf eine Abschlussgebühr verzichtet. Dafür wird ein Honorar vereinbart. Dieses ist an einen festen Stundensatz gebunden. Die Rechnung wird in einer Summe an die Honorarberaterin bezahlt.

Was würde der beschriebene Versicherungsvertrag bei einer Honorarberaterin kosten?

Je nach Umfang und Gesprächszeit entstehen ca. 4 bis 6 Stunden Aufwand. Bei 100 € (zzgl. MwSt.) Stundensatz wäre ein ein Betrag von 400 bis 600 € (zzgl. MwSt.) an die Honorarberaterin zu bezahlen.

Fazit: Die Highlights der Honorarberatung?

Ein Highlight an der Honorarberatung ist die Tatsache, dass für die Beratung ein vorher vereinbartes Honorar bezahlt wird. Dabei liegt die Entscheidung zur Umsetzung der Empfehlung in Ihrem Ermessen. Die Ergebnisse gehören Ihnen und Sie können absolut frei entscheiden, ob oder zu welchem Zeitpunkt oder mit wem Sie die erhaltenen Empfehlungen umsetzen möchten.

Diese Vorgehensweise ist sehr entspannend. Du musst keine Abschluss tätigen und gehst keine weitere Verpflichtung ein. Die Honorarberaterin kann sich voll und ganz auf Ihre Ziele und Wünsche konzentrieren. Für die Empfehlung können Ihnen die Bestperformer aus den Bereichen Investmentfonds, ETF’s, alternative Investmentfonds oder abgeltungssteuerfreie Depots wählen.

Was hindert Anlegerinnen eine Honorarberaterin zu suchen?

Sie sind noch die Perlen im Meer. Außerdem ist der Gang zur Hausbank immer noch weit verbreitet. Die Annahme „eine Beratung bei der Bank sei kostenfrei“ ist in vielen Köpfen verankert. Die tätsächliche Höhe der Gebühren zeigen sich oft erst bei Vertägen, die älter als 5 Jahre sind.

Wann beginnst Du, dir eine Honorarberaterin zu suchen?

Carina von Oosten